Anwaltswerbung am Hockeymatch?

Ein Blogbeitrag des HSG-Rechtsprofessors Peter Hettich zu einem Urteil des Bundesgerichts zur Werbung oder ‚Reklame‘ bei Anwälten zeigt: Das Bundesgericht hat bei rechtlichen Dingen sicherlich mehr Kompetenz als bezüglich Marketing.

Bei Heimspielen der NLA-Eishockeymannschaft des EHC Biel in der Saison 2012/2013 machte ein selbstständiger Anwalt auf relativ aussergewöhnliche Weise Werbung für seine Kanzlei. Der Stadionsprecher kündigte die Spielerstrafen jeweils mit der Ansage an: „Strafe – Pénalité presented by“, worauf auf den grossen LED-Screens ein Werbeflash ausgestrahlt wurde. Darin erschien das Firmenlogo, der Name des Anwalts sowie seine Berufsbezeichnung (Rechtsanwalt). Zusätzlich wurde der Slogan „aues was rächt isch… – tout ce qui est droit…“ mit den Domainnamen der Kanzlei eingeblendet. Der Rechtsanwalt wurde für diese „reisserische“ Werbung verwarnt, was vom Bundesgericht bestätigt wurde.